29 | 06 | 2016

Fachschule Heilpädagogik (Teilzeit)

 Aktuelle Information:

Für die Weiterbildung zur Heilpädagogin/ zum Heilpädagogen ab September 2016 sind Bewerbungen weiterhin möglich!

 

Weiterbildung zur Heilpädagogin bzw. zum  Heilpädagogen

 

Die Weiterbildung zur Heilpädagogin/ zum Heilpädagogen in Teilzeit an der Fachschule für Heilpädagogik dauert drei Jahre. Sie vermittelt die erforderliche heil– und inklusionspädagogische Handlungskompetenz, um inklusive Prozesse im Sozial– und Bildungsbereich initiieren, begleiten und reflektieren zu können, in dem sie vertieftes Fachwissen anbietet, sowie den Erwerb erforderlicher Fertigkeiten und der beruflichen Grundhaltung fördert.

 

Arbeitsfelder

Mit diesem Abschluss können Sie z.B. in Frühförderstellen, Krippen u. Kindertageseinrichtungen, Schulen, sozialpädiatrischen Zentren, in familienunterstützenden Diensten, Beratungsstellen, in der beruflichen Integration, in Integrationsfachdiensten, in pädagogischen Wohneinrichtungen und ambulanten Diensten und freien Praxen als eigenverantwortliche pädagogische Fachkraft, Gruppenleitung oder Leitung arbeiten. Der Abschluss ermöglicht als Heilpädagoge /-in selbstständig tätig werden zu können.


Ausbildungsinhalte

Ab dem Schuljahr 2016/17 wird in Schleswig-Holstein nach dem jetzigen Stand der Planung ein neuer Lehrplan für die Fachschule für Heilpädagogik in Kraft treten, der sich an Lernfeldern und Lernsituationen orientiert. Die fünf Lernfelder sind:

  1. Berufliche Identität und professionelle Perspektiven im interdisziplinären Kontext kommunizieren, reflektieren und weiter entwickeln
  2. Heilpädagogische Diagnostik - Individuen, Lebenswelten und Diversität wahrnehmen, verstehen und beschreiben
  3. Heilpädagogisch Handeln - Beziehungen aufbauen, Entwicklungen begleiten, Bildungsprozesse unterstützen, Erziehungspartnerschaften gestalten
  4. In Organisationen beraten, entwickeln und führen sowie in Sozialräumen Prozesse der Inklusion fördern und in Netzwerken kooperieren
  5. Gesellschaftliche, wirtschaftliche und rechtliche Kontexte analysieren, berücksichtigen und mitgestalten

Hinzu kommt ein Wahlpflichtbereich, der eine Vertiefung und Schwerpunktbildung ermöglicht. So werden wir in diesem Bereich u.a. in Kooperation mit dem Netzwerk Persönliche Zukunftsplanung die Qualifizierung als Moderator und Moderatorin für Persönliche Zukunftsplanung sowie das Basiszertifikat in Unterstützter Kommunikation in Kooperation mit der ISAC anbieten.
Die Weiterbildung umfasst auch die Kompetenzen einer Fachkraft für Inklusion.

 

Unterrichtszeiten

Der Unterricht umfasst 1.800 Stunden, davon mindestens 360 Stunden als heilpädagogische Praxis mit schulischer Begleitung sowie 1440 Stunden in den Lernfeldern und im Wahlpflichtbereich. Der Unterricht vollzieht sich an zwei Tagen in der Woche (Mo./Mi. 15.15-18.30 Uhr). Hinzu kommen Verblockungen im Umfang von 15 Tagen pro Schuljahr, 5 Seminare (Fr.-Sa.) (ca. alle 6-8 Wochen) sowie eine Blockwoche pro Schuljahr. 5 Tage pro Jahr können als Bildungsurlaub anerkannt werden. Weitere 120 Stunden Unterricht werden nach Absprache mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern gestaltet, z.B. als inklusives Projekt in der Praxis, Verblockung oder zusätzliche Unterrichtsstunde einmal pro Woche (dann Unterricht bis 19.30 Uhr) in bestimmten Phasen.

Praxis

In die Weiterbildung sind auch die heilpädagogische Praxis und ein inklusives Projekt mit insgesamt mindestens 3 Stunden in der Woche integriert. Beides wird durch die Schule begleitet und findet zumeist überwiegend an ihrem Arbeitsplatz statt. In der zweiten Ausbildungshälfte sollten nach Möglichkeit zwei Stunden in der Woche an einer anderen Einsatzstelle absolviert werden.


Aufnahmevoraussetzungen

Schulische Aufnahmevoraussetzung ist mindestens ein mittlerer Bildungsabschluss (Realschulabschluss) und

Berufliche Aufnahmevoraussetzung:

Eine abgeschlossene berufliche Ausbildung zur Erzieherin / zum Erzieher bzw. zur Heilerziehungspflegerin / zum Heilerziehungspfleger                      

oder eine nach Landesrecht als gleichwertig anerkannteQualifikation*

und
mind. einjährige hauptberufliche Tätigkeit im pädagogischen oder heilpädagogischen Bereich.

*Wichtig: Die Gleichwertigkeit anderer Qualifikationen muss zurzeit in jedem Einzelfall vom Ministerium für Schule und Berufsbildung festgestellt werden (auch wenn Personen gleicher Berufsgruppen bereits an anderen Orten für die Weiterbildung an der Fachschule für Heilpädagogik zugelassen wurden). Sie können den Antrag bereits vor der Bewerbung an unserer Schule oder auch parallel mit der Bewerbung stellen. Bitte vermerken Sie in Ihrer Bewerbung, dass Sie einen Antrag gestellt haben. Wichtig ist, dass der Schulplatz erst zugesagt werden kann, wenn eine Feststellung der Gleichwertigkeit ihrer Qualifikation vorliegt. Es empfiehlt sich also den Antrag so früh wie möglich zu stellen.

 

Die Feststellung der Gleichwertigkeit anderer Qualifikationen beantragen Sie beim

Ministerium für Schule und Berufsbildung

III 416 z.Hd. Frau v. Berckefeldt

Postfach 7124

24171 Kiel

Tel. 0431 / 988 2560

Geben Sie in Ihrem Antrag an, dass Sie sich an der Fachschule für Heilpädagogik in Lensahn beworben haben bzw. bewerben wollen und fügen Sie folgende Unterlagen bei:

  • Einen ausführlichen Lebenslauf
  • Zeugnis des höchsten allgemeinbildenden Schulabschlusses (Nachweis mindestens mittlerer Bildungsabschluss)
  • Zeugnis über den Berufsabschluss (Prüfungs- und Berufsschulabschlusszeugnis) bzw. Examenszeugnis des Studienabschlusses
  • Arbeitszeugnisse, Zeugnisse über ehrenamtliche Arbeit, Praktika oder andere Erfahrungen im sozialen bzw. heilpädagogischen Bereich (lieber mehr als zu wenig)

Festlegung von Merkmalen für die Aufnahme von Schülerinnen und Schüler in die Fachschule für Heilpädagogik bei begrenzter Aufnahmemöglichkeit

Es können bis zu 25 Schülerinnen und Schüler in die Fachschule für Heilpädagogik im nächsten Schuljahr aufgenommen werden.

Sollte es mehr Bewerberinnen und Bewerber geben, die die Aufnahmevoraussetzungen erfüllen, erfolgt die Vergabe nach Rangfolge des errechneten Notendurchschnitts.

  • Dabei wird der Notendurchschnitt des letzten berufsqualifizierenden Abschluss der Voraussetzung für die Aufnahme an der Fachschule für Heilpädagogik ist (Erzieher/-in, Heilerziehungspfleger/-in oder vergleichbarer Abschluss) zur Grundlage genommen.
  • Da die Qualität der Weiterbildung in Heilpädagogik neben den erbrachten Schulleistungen in der beruflichen Ausbildung auch von der Dauer und Vielfalt der beruflichen Erfahrung, der Qualifikation durch Weiterbildungen und der Motivation der Teilnehmer und Teilnehmerinnen abhängt, können diese mit gewissen Bonuspunkten berücksichtigt werden.

Das Aufnahmeverfahren erfolgt durch ein Aufnahmegremium der Fachschule für Heilpädagogik.

Bitte fügen Sie also Ihrer Bewerbung ein Motivationsschreiben und Nachweise über ihre pädagogischen Erfahrungen insbesondere im heilpägagogischen Bereich sowie über absolvierte Weiterbildungen und Zusatzqualifikationen bei!

 

Bewerbung

Bewerbungsfrist

Bewerbungen für das kommende Schuljahr2016/2017 sind vom dem 1.Februar bis zu 1.März 2016 möglich. Wir nehmen jedoch Bewerbungen nach dem 1.März an, die wir nach Verfügbarkeit der Plätze berücksichtigen. Die Mitteilung an Sie hinsichtlich der Reservierung des Schulplatzes wird voraussichtlich Anfang Mai erfolgen. Bitte geben Sie uns umgehend Bescheid, wenn Sie den Schulplatz doch nicht annehmen wollen, damit ggf. andere Bewerberinnen oder Bewerber nachrücken können!

Die Weiterbildung wird voraussichtlich zukünftig an der Fachschule für Heilpädagogik in Lensahn alle zwei Jahre angeboten, so dass nach dem nächsten Durchgang ab September 2016, die folgende Weiterbildung wahrscheinlich erst im August 2018 starten wird.

Anmeldeformular und Informationsmaterial

Das Anmeldeformular steht auf der Homepage der Schule unter http://www.bbs-old.de/index.php/anmeldeformulare ebenso wie die  detaillierten Hinweise zum Bewerbungsverfahren als pdf Dokument  und ein aktueller Informationsflyer zum Download bereit. Die Materialien sind ebenfalls im Schulbüro erhältlich.

Einzureichende Bewerbungsunterlagen:

  • - ein Motivationsschreiben, indem Sie darlegen, wieso Sie diese Weiterbildung machen wollen und was Sie dafür (besonders) qualifiziert
  • - vollständig ausgefülltes Anmeldeformular
  • - Lebenslauf mit vollständiger Auflistung des schulischen und beruflichen Werdegangs
  • -1 Bild (nicht älter als drei Monate)
  • - beglaubigte Fotokopie des Zeugnisses des letzten allgemeinbildenden Schulabschlusses
  • - beglaubigte Fotokopie des Abschlusszeugnisses der Ausbildung zur Erzieherin/ zum Erzieher, zur Heilerziehungspflegerin / zum Heilerziehungspfleger oder einer als gleichwertig anerkannten Qualifikation (in diesem Fall Schreiben mit der Anerkennung der Gleichwertigkeit der Qualifikation des Ministerium oder Hinweis, dass diese beantragt wurde).

  • - Nachweis einer zum Weiterbildungsbeginn mindestens einjährigen Berufstätigkeit,
  • - ggf. Kopie eines bestehenden Arbeitsvertrages mit heilpädagogischer Qualifizierungsmöglichkeit von mindestens 3 Std. / Woche (Absprache mit dem Arbeitgeber)
  • - Arbeitszeugnisse, Zeugnisse über ehrenamtliche Arbeit, Praktika oder andere Erfahrungen im sozialen bzw. heilpädagogischen Bereich
  • - Bescheinigungen über relevante Weiterbildungen oder Zusatzqualifikationen

 

Abgabe der Bewerbungsunterlagen:

Für inhaltliche Rückfragen und Beratung steht Ihnen Martina Brandes
(martina.brandes@bbs-old.de) zur Verfügung.
Die Abgabe kann per Post oder persönlich im Schulbüro in Lensahn erfolgen:

Berufliche Schule des Kreises Ostholstein in Oldenburg

Außenstelle Lensahn

Dr.-Julius-Stinde-Str. 4

23738 Lensahn

Telefon: 04363 9023-0   Fax: 04363 9023-30

E-Mail: BS-Oldenburg.Lensahn@schule.landsh.de
Internet: www.bbs-old.de                                            

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung!